Fortschreibung des teilräumlichen Entwicklungskonzeptes (TREK)

Die vom Verein Planet Alsen genutzten Gebäude auf dem Alsengelände

Wie sieht die Zukunft des Stadtumbaugebietes Alsen aus? Darüber hat es in der Vergangenheit mehrfach intensive Überlegungen gegeben. Die Bandbreite möglicher Nachnutzungen reichte von der Entwicklung zu einem Grünzug bis hin zu einer gemischten Nutzungsstruktur für Kultur, Events, Sport und Arbeiten. Mit der Suche nach einem neuen Behördenstandort kam eine weitere Nutzungsoption ins Spiel.

Auf dem Gelände befinden sich aktuell noch einige Restgebäude der ehemaligen Zementfabrik. Hierzu gehören das Trafohaus sowie ein Stromtrafo, das Pumpwerk, der Schornstein, die Schlosserei, das Kesselhaus, das Laborgebäude, die Elektrowerkstatt, das Magazin mit offener Halle und der Schlämmbottich. Die Mehrheit der verbliebenen Gebäude weist insgesamt keinen guten Gesamtzustand auf. Die Ausnahme bildet die Gebäudezeile, die vom Verein Planet Alsen für seine Zwecke instandgehalten wird. Der Verein nutzt die Gebäude Elektrowerkstatt und Magazin für seine Arbeit. Die aktive Kunst- und Kulturszene, die durch die Arbeit des Vereins auf dem Gelände verankert ist, ist ein großer Gewinn für die Stadt und soll erhalten und ausgebaut werden. Die baulichen Relikte der Industrievergangenheit sind zudem besondere Dokumente der Stadtgeschichte.

Gleichzeitig ist die Fläche abseits der kulturellen Aktivitäten stark untergenutzt und kann so der potenziell verbindenden Funktion zwischen der Innenstadt und dem Stadtteil Wellenkamp nicht gerecht werden. Es gilt also, ein Nutzungskonzept zu entwickeln, das sowohl der Bewahrung des industriellen Erbes, einer aktiven Kulturszene sowie einer zukunftsgerichteten Entwicklung des Geländes gerecht wird.

Die Stadt Itzehoe erarbeitet derzeit ein Teilräumliches Entwicklungskonzept (TREK) für den städtischen Teil des Alsengeländes mit folgenden Zielsetzungen:

  • Weiterentwicklung des vom Verein Planet Alsen genutzten Bereichs zu einem Kunst- und Kulturzentrum, Verstetigung und Ergänzung der bestehende Kultur- und Eventnutzung des Geländes sowie Verbesserung der räumlichen Gegebenheiten
  • Schaffen von großzügigen multifunktional nutzbaren Flächen für Kultur- und Freizeitveranstaltungen
  • die baulichen Relikte der Industrievergangenheit als Dokumente der lokalen Stadtgeschichte erhalten, für Besucherinnen und Besucher erlebbar und für Events nutzbar machen
  • Veräußerung einer Teilfläche an das Land Schleswig-Holstein für den Neubau der Polizeidirektion Itzehoe

Am Freitag, 18. November um 16.00 Uhr findet ein Workshop zur zukünftigen kulturellen Nutzung des Alsengeländes statt. Interessierte können sich auf der folgenden Seite anmelden:

Zur Anmeldung