Die Neue Störschleife - Wasser in die Stadt

© metamountain So soll die Neue Störschleife aussehen: Darstellung aus dem Siegerentwurf von friedburg&HHVH Landschaftsarchitekten, Berlin; Ingenieurbüro Kraft, Berlin; OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co KG, Hamburg. Visualisierung: metamountain

Bis in die 1970er Jahre machte die Stör eine Schleife durch die heutige Innenstadt – dann musste sie Verkehrsflächen und dem Theater weichen. Vor gut 12 Jahren setzte sich der Verein störauf e.V. die Wiederbelebung der alten Störschleife zum Ziel – die Bemühungen gipfelten im Bürgerentscheid am 26. September 2021. Die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger Itzehoes stimmten für die Neugestaltung des Theaterumfeldes mit einem Wasserlauf im Bereich der früheren Störschleife.

Seitdem ist Vieles geprüft, begutachtet und geplant worden – und nun steht fest, wie die Neue Störschleife künftig aussehen wird. In Details kann die spätere Umsetzung vom Siegerentwurf abweichen.

Um die bestmögliche Qualität für die Neugestaltung zu erlangen, wurde nach dem Bürgerentscheid ein knapp einjähriger landschafts-/freiraumplanerischer und wasserbaulicher Realisierungswettbewerb vorbereitet und durchgeführt. Planerinnen und Planer aus 8 Büros haben über Monate hinweg ihre Ideen für die Neue Störschleife in einen Plan gegossen und diesen als Wettbewerbsbeitrag eingereicht.

Sachverständige der Stadt Itzehoe, aus weiteren Behörden und Stadtmanagement haben die Entwürfe auf ihre grundsätzliche Umsetzbarkeit geprüft und Hinweise sowie Knackpunkte notiert.

Am 3. Februar hatte die Öffentlichkeit die exklusive Gelegenheit, die Entwürfe vorab zu begutachten und dem Preisgericht Hinweise mitzugeben.

Das Preisgericht, bestehend aus Fach- und Sachpreisrichterinnen und -richtern tagte knapp eine Woche später am 9. Februar. Die Fachpreisrichterinnen und -richter vertraten dabei die beteiligten Fachplanungen Stadtplanung, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung und Wasserbau. Die Sachpreisrichterinnen und -richter brachten ihr lokales Wissen ein. Das Preisgericht wurde unterstützt von den Sachverständigen und Gästen aus u.a. Selbstverwaltung, Jugendparlament, Seniorenrat und Agenda 21.

Einen Tag lang fand sich das Preisgericht in der Akademie des Klinikums ein, um hinter verschlossenen Türen über die anonymen Wettbewerbsbeiträge zu beraten und diskutieren. Im Ergebnis wurden die Plätze 1-3 mit großer Mehrheit wie folgt vergeben:

1. Platz: friedburg&HHVH Landschaftsarchitekten, Berlin; Ingenieurbüro Kraft, Berlin; OBERMEYER Infrastruktur GmbH & Co KG, Hamburg

2. Platz: GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt, Kassel; Ingenieurgesellschaft Heidt + Peters mbH, Celle

3. Platz: rabe landschaften, Hamburg; melchior + wittpohl Beratende Ingenieure PartmbB, Hamburg

Folgend können Sie alle Wettbewerbsbeiträge sowie das Protokoll der Preisgerichtssitzung einsehen:

Wie geht es weiter?

Das Preisgericht empfiehlt der Politik, den Siegerentwurf umzusetzen. Nach entsprechender Beschlussfassung wird noch detaillierter an der Planung gefeilt, erforderliche Baugenehmigungen werden eingeholt, Bauunternehmen gesucht, Verträge geschlossen… es wird noch einige Zeit vergehen, bis endlich wieder Wasser um das Theater fließt!

Bei Fragen steht Ihnen das Team der Stadtplanungsabteilung gern zur Verfügung:
Per Mail unter stadtplanungsabteilung(at)itzehoe.de oder telefonisch unter 04821 603 275.