Fragen und Antworten

Die häufigsten Fragen, die uns zum Projekt Neue Störschleife bisher erreicht haben, finden Sie unten aufgeführt. Sie haben eine Frage, die dort noch nicht beantwortet wurde? Dann schreiben Sie uns gerne an buergerbeteiligung(at)itzehoe.de. Die Liste der Fragen und Antworten wird laufend ergänzt.

Bauliche Umsetzung

Eine Wiederöffnung des ursprünglichen Flusslaufes wesentlich höhere Kosten verursachen als die Umsetzung der Neuen Störschleife als künstliches Gewässer. Außerdem würden damit auch die Probleme zurückkehren, die vor Zuschüttung der Störschleife zu Unmut und Kritik geführt haben, wie die Geruchsentwicklung und Hochwassergefahr.

Nein. Die Neue Störschleife wird nicht direkt an die Stör angeschlossen. Es gibt daher keinen natürlichen Wasseraustausch zwischen dem Fluss und der Neuen Störschleife. Der Wasserspiegel in der Neuen Störschleife bleibt so auf dem gleichen Niveau und ist unabhängig von den Gezeiten und dem Wasserstand der Stör. Bei Starkregenereignissen kann die Neue Störschleife sogar zusätzliches Regenwasser aufnehmen.

Ja. Die Neue Störschleife soll ein Ort für alle werden. Deswegen wird bei der Gestaltung besonderne Wert darauf gelegt, dass sich alle dort bewegen und aufhalten können.

Kurz zusammengefasst soll eine Mischung aus bewachsenen Bodenfiltern und technischen Anlagen das Wasser der Neuen Störschleife sauber halten:

Durch verschiedene Zuläufe wird für eine ständige horizontale Durchströmung gesorgt, damit keine Stillwasserzonen entstehen. Durch die verschiedenen Zuläufe und durch Regenwasser gelangen aber auch Nährstoffe in das Wasser, die für Algenbildung und Trübung des Wassers sorgen können. Um das zu vermeiden, ist ein Substratfilter vorgesehen. Es wird ein technisches Feuchtbiotop, also ein bewachsener Bodenfilter angelegt. Das Wasser durchströmt das Filtersubstrat und wird dabei gereinigt. Sumpfpflanzen sorgen dafür, dass die Durchlässigkeit des Filters auch auf Dauer gewährleistet bleibt und bauen zusätzlich Phosphate aus dem bereits filtrierten Wasser ab.

Im Laufe der Jahreszeiten kann es, bedingt durch Licht- und Sonnenstrahlung, Erwärmung und einer unterschiedlichen Menge von Schmutzstoffen wie Blättern oder Staub zu einem verstärkten Algenwuchs kommen, der nicht allein durch die Filtertechnik bewältigt werden kann. Es ist daher eine regelmäßige Reinigung vorgesehen, die händisch oder mit Schlammsaugern durchgeführt werden soll.

Darüber hinaus ist wichtig, dass alle zu einer sauberen Störschleife beitragen, indem Müll ordnungsgemäß entsorgt und nicht achtlos im und am Wasser fallengelassen wird. So gibt es auch für Ratten keinen Anreiz, sich an der Neuen Störschleife aufzuhalten.

Für den ZOB läuft aktuell der Planungsprozess. Dabei werden verschiedene Standortvarianten für den ZOB geprüft, vom Umbau am alten Standort bis zu einer Verlagerung in Richtung des Bahnhofs. Wenn der ZOB verlagert werden sollte, bleibt die Erreichbarkeit der Innenstadt auf jeden Fall durch entsprechende Haltestellen gewährleistet.

Der Vorschlag zum Abriss des Parkhauses entstammt der Machbarkeitsstudie zum Projekt Neue Störschleife. Bei der Machbarkeitsstudie handelt es sich nicht um eine Planung.

Der Abriss des Parkhauses ist nicht Voraussetzung für den Bau der Neuen Störschleife. Genauso kann das Parkhaus bestehen bleiben und in das Gestaltungskonzept eingebunden werden. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keinen Beschluss zum Abriss des Parkhauses.

Nein. Die Neue Störschleife endet in Richtung Malzmüllerwiesen an der Breiten Straße. Auch der Meierei-Parkplatz bleibt von der Neuen Störschleife unberührt.

Die Neue Störschleife soll bei entsprechendem Ausgang des Bürgerentscheids in dem von der Ratsversammlung bestimmten Bereich um das Theater herum realisiert werden. Dieser Abschnitt ist baulich in sich abgeschlossen und kann für sich alleine stehen. Sollte in der Zukunft irgendwann einmal der Wunsch bestehen, weitere Abschnitte der Störschleife zu realisieren, können diese an den nun geplanten angeschlossen werden. Konkrete Planungen hierfür bestehen derzeit aber nicht.

Innenstadt

Die Neue Störschleife strahlt auf die gesamte Innenstadt aus und wertet diese auf. Sie ist ein attraktiver Anreiz, die Innenstadt zu besuchen und macht diesen Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Es kommen wieder mehr Menschen und damit auch mehr potenzielle Kundinnen und Kunden in die Innenstadt. So kann dem Ladensterben langfristig entgegengewirkt werden. Die Innenstadt kann so wieder zu einem Zentrum werden, dass mit Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen und Kultur nicht nur Itzehoerinnen und Itzehoer anzieht, sondern auch attraktiv für Besucherinnen und Besucher aus den umliegenden Gemeinden ist.

Finanzierung

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie hat ein Gutachter (Studio Ramboll Dreiseitl) im Jahr 2019 einen Kostenrahmen zur Umsetzung der Neuen Störschleife aufgestellt. Dieser wurde nun aktualisiert, um die Preisentwicklung in der Bauwirtschaft zu berücksichtigen: Er liegt bei 12 Millionen Euro. Die Verwaltung hat ebenfalls einen Kostenrahmen aufgestellt, der neben den aktuellen Preisentwicklungen auch einen Sicherheitspuffer enthält. Dieser Kostenrahmen liegt bei 16 Millionen Euro. Unabhängig davon, wie hoch die Gesamtkosten ausfallen, trägt die Stadt diese Kosten nicht allein. Für eine verantwortungsvolle Umsetzung und Finanzierung des Projektes sollen Fördergelder aus den Programmen „Aktive Stadt-und Ortsteilzentren“ der Städtebauförderung und „Modellprojekte zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBSR) eingesetzt werden. Der städtische Anteil an den Kosten beträgt – je nach Höhe der Gesamtkosten - zwischen 3,7 und 5,3 Millionen Euro, die über die kommenden Jahre im städtischen Haushalt bereitgestellt werden.

Für Unterhalt und Pflege der Neuen Störschleife wird mit ca 10 € pro m² und Jahr gerechnet. Insgesamt werden also 200.000 Euro im Jahr veranschlagt.

Bürgerentscheid

Die Ratsversammlung hat in Ihrer Sitzung vom 10. Juni die Abstimmungsfrage für den Bürgerentscheid festgelegt: "Sind Sie dafür, dass das Theaterumfeld und die zwei daran anschließenden Teilbereiche mit einem Wasserlauf im Bereich der ehemaligen Stör neugestaltet werden?"

Die ursprüngliche Idee des Projektes Neue Störschleife liegt einige Jahre zurück und wurde in der Zwischenzeit immer weiter konkretisiert. Dadurch sind verschiedene Vorstellungen davon entstanden, wofür die Neue Störschleife steht und in welchem Umfang sie realisiert werden soll. Mit Beschluss der Ratsversammlung vom 25. März 2021 wurde nun festgehalten, welches Gebiet es ist, über das beim Bürgerentscheid im September abgestimmt wird. Es soll über das abgestimmt werden, was zum jetzigen Zeitpunkt auch umgesetzt werden kann.

Beim Bürgerentscheid abstimmen durften alle Deutschen sowie Staatsangehörige der übrigen EU-Mitgliedsstaaten, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt waren und seit mindestens sechs Wochen ihren ersten Wohnsitz in Itzehoe gemeldet hatten.