Fragen und Antworten

Die häufigsten Fragen, die uns zum Projekt Neue Störschleife bisher erreicht haben, finden Sie unten aufgeführt. Sie haben eine Frage, die dort noch nicht beantwortet wurde? Dann schreiben Sie uns gerne an buergerbeteiligung(at)itzehoe.de. Die Liste der Fragen und Antworten wird laufend ergänzt.

Bauliche Umsetzung

Wenn sich die Itzehoerinnen und Itzehoe am 26. September für den Bau der Neuen Störschleife aussprechen, soll die Umsetzung im Teilbereich des Modellprojekt Klimaanpassung bis 2024 und die Umsetzung für den Bereich im Sanierungsgebiet Innenstadt bis 2027 erfolgen. Bevor der erste Spatenstich gemacht werden kann, wird zunächst die detaillierte Planung des Projektes erfolgen.

Eine Wiederöffnung des ursprünglichen Flusslaufes wesentlich höhere Kosten verursachen als die Umsetzung der Neuen Störschleife als künstliches Gewässer. Außerdem würden damit auch die Probleme zurückkehren, die vor Zuschüttung der Störschleife zu Unmut und Kritik geführt haben, wie die Geruchsentwicklung und Hochwassergefahr.

Nein. Die Neue Störschleife wird nicht direkt an die Stör angeschlossen. Es gibt daher keinen natürlichen Wasseraustausch zwischen dem Fluss und der Neuen Störschleife. Der Wasserspiegel in der Neuen Störschleife bleibt so auf dem gleichen Niveau und ist unabhängig von den Gezeiten und dem Wasserstand der Stör. Bei Starkregenereignissen kann die Neue Störschleife sogar zusätzliches Regenwasser aufnehmen.

Ja. Die Neue Störschleife soll ein Ort für alle werden. Deswegen wird bei der Gestaltung besonderne Wert darauf gelegt, dass sich alle dort bewegen und aufhalten können.

Kurz zusammengefasst soll eine Mischung aus bewachsenen Bodenfiltern und technischen Anlagen das Wasser der Neuen Störschleife sauber halten:

Durch verschiedene Zuläufe wird für eine ständige horizontale Durchströmung gesorgt, damit keine Stillwasserzonen entstehen. Durch die verschiedenen Zuläufe und durch Regenwasser gelangen aber auch Nährstoffe in das Wasser, die für Algenbildung und Trübung des Wassers sorgen können. Um das zu vermeiden, ist ein Substratfilter vorgesehen. Es wird ein technisches Feuchtbiotop, also ein bewachsener Bodenfilter angelegt. Das Wasser durchströmt das Filtersubstrat und wird dabei gereinigt. Sumpfpflanzen sorgen dafür, dass die Durchlässigkeit des Filters auch auf Dauer gewährleistet bleibt und bauen zusätzlich Phosphate aus dem bereits filtrierten Wasser ab.

Im Laufe der Jahreszeiten kann es, bedingt durch Licht- und Sonnenstrahlung, Erwärmung und einer unterschiedlichen Menge von Schmutzstoffen wie Blättern oder Staub zu einem verstärkten Algenwuchs kommen, der nicht allein durch die Filtertechnik bewältigt werden kann. Es ist daher eine regelmäßige Reinigung vorgesehen, die händisch oder mit Schlammsaugern durchgeführt werden soll.

Darüber hinaus ist wichtig, dass alle zu einer sauberen Störschleife beitragen, indem Müll ordnungsgemäß entsorgt und nicht achtlos im und am Wasser fallengelassen wird. So gibt es auch für Ratten keinen Anreiz, sich an der Neuen Störschleife aufzuhalten.

Die Neue Störschleife soll bei entsprechendem Ausgang des Bürgerentscheids in dem von der Ratsversammlung bestimmten Bereich um das Theater herum realisiert werden. Dieser Abschnitt ist baulich in sich abgeschlossen und kann für sich alleine stehen. Sollte in der Zukunft irgendwann einmal der Wunsch bestehen, weitere Abschnitte der Störschleife zu realisieren, können diese an den nun geplanten angeschlossen werden. Konkrete Planungen hierfür bestehen derzeit aber nicht.

Finanzierung

Um eine möglichst realistische Kosteneinschätzung für das abgegrenzte Gebiet abzugeben, werden die Kosten aktuell neu berechnet und stehen spätestens zur Sitzung der Ratsversammlung am 10. Juni zur Verfügung.

Generell gilt: Die Kosten für die Neue Störschleife trägt die Stadt nicht allein. Um das Projekt zu finanzieren, sollen Fördergelder zum Einsatz kommen. Für die Neue Störschleife kann die Stadt Itzehoe Fördergelder aus verschiedenen Förderprogrammen erhalten. Ein großer Teil der Neuen Störschleife liegt im Sanierungsgebiet Innenstadt, für das Fördermittel aus dem Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" der Städtebauförderung eingesetzt werden können. Bis zu zwei Drittel der Kosten in diesem Bereich werden dann von Bund und Land übernommen. Außerdem stehen 2,7 Millionen Euro aus dem "Bundesprogramm zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel (kurz: Modellprojekt Klimaanpassung)" in Aussicht.

Für Unterhalt und Pflege der Neuen Störschleife wird mit ca 10 € pro m² und Jahr gerechnet. Dies beinhaltet auch die Reinigung und Technik für die Wasserflächen.

Bürgerentscheid

Die Abstimmungsfrage wird in ihrer Sitzung am 10. Juni durch die Ratsversammlung festgelegt.

Die ursprüngliche Idee des Projektes Neue Störschleife liegt einige Jahre zurück und wurde in der Zwischenzeit immer weiter konkretisiert. Dadurch sind verschiedene Vorstellungen davon entstanden, wofür die Neue Störschleife steht und in welchem Umfang sie realisiert werden soll. Mit Beschluss der Ratsversammlung vom 25. März 2021 wurde nun festgehalten, welches Gebiet es ist, über das beim Bürgerentscheid im September abgestimmt wird. Es soll über das abgestimmt werden, was zum jetzigen Zeitpunkt auch umgesetzt werden kann.

Beim Bürgerentscheid abstimmen dürfen alle Deutschen sowie Staatsangehörige der übrigen EU-Mitgliedsstaaten, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind und seit mindestens sechs Wochen ihren ersten Wohnsitz in Itzehoe gemeldet haben.