Hilfe für die Opfer des Ukraine-Krieges

Die Stadt Itzehoe bereitet sich auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor.

Ukraine-Flagge mit der Skyline von Itzehoe

Angesichts der täglichen Nachrichten zum Krieg in der Ukraine erreichen die Stadt Itzehoe weiterhin viele Anfragen von hilfsbereiten Bürgerinnen und Bürgern, wie sie die Kriegsopfer unterstützen können. Die Stadt Itzehoe freut sich sehr über dieses Engagement und die Hilfsangebote. Zugleich bereitet sie sich auch selbst darauf vor, in Abstimmung mit Bund, Land und Kreis die notwendige Hilfe zu leisten.

Die Lage ist nach wie vor sehr dynamisch, sodass es darum geht, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche Unterstützung optimal geleistet werden kann, und wo hilfsbereite Itzehoerinnen und Itzehoer sich einbringen können. Dafür ist die Stadt Itzehoe in Kontakt mit dem Land Schleswig-Holstein und den lokalen Hilfsnetzwerken.

 

Hilfsangebote melden
Derzeit kann noch nicht abgeschätzt werden, in welcher Form Hilfe benötigt wird. Die Abteilung Sozial- und Wohnungswesen der Stadt Itzehoe steht in engem Kontakt mit den Behörden des Landes zur Aufnahme von Flüchtlingen in Itzehoe. Sie ist Kontaktstelle für Itzehoerinnen und Itzehoer, die Ihre Hilfe anbieten wollen. Jetzt gilt es, die Hilfsangebote zu bündeln.

 

Unterbringungsmöglichkeiten
Unter ukrainehilfe(at)itzehoe.de oder der Telefonnummer 04821/603-403 können sich Itzehoerinnen und Itzehoer melden, die zum Beispiel Flüchtlinge privat bei sich aufnehmen wollen. Wenn die Kapazitäten knapp werden, kommt die Stadt Itzehoe gern auf die eingereichten Angebote zurück.

Die Stadt Itzehoe ist sehr dankbar für diese wichtige Unterstützung, gibt aber besonders zur privaten Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine folgende Hinweise:

  • Für eine rasche, würdevolle und abgesicherte Unterbringung der Geflüchteten bittet die Stadt Itzehoe Helfende deshalb DRINGEND um die Abstimmung mit der Stadt Itzehoe. Von dem privaten Transfer und der privaten Unterbringung von Geflüchteten ohne Anmeldung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rät die Stadt Itzehoe deshalb ab, auch weil alle Lasten und Verantwortungen dann zunächst auf den Schultern der Helfenden liegen. Jede private Unterbringungsinitiative an den geregelten Strukturen vorbei kann unter Umständen für Geflüchtete und Helfende Nachteile mit sich bringen (siehe letzter Punkt).
  • Jeder Geflüchtete sollte sich möglichst umgehend bei der Ausländerbehörde des Kreises Steinburg registrieren lassen. Ein Asylverfahren muss nicht eingeleitet werden. Die Anmeldung ist Voraussetzung für die Geltendmachung von Ansprüchen der Geflüchteten auf finanzielle Unterstützung oder die Gesundheitsversorgung.
  • Die Registrierung bei der Ausländerbehörde des Kreises Steinburg, Viktoriastr. 16-18 ist ab sofort ohne Termin möglich. Dort kann dann eine Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG beantragt werden. Mitzubringen ist ein biometrisches Foto. Dort wird zunächst eine Fiktionsbescheinigung ausgestellt, mit der dann die Anmeldung im Einwohnermeldeamt der Stadt Itzehoe und auch die Beantragung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in der Abt. Sozial- und Wohnungswesen der Stadt Itzehoe möglich ist. Die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt kann immer donnerstags ohne Termin erfolgen, eine Vorsprache bei der Abt. Sozial- und Wohnungswesen ist während der Bürozeiten – außer mittwochs – möglich.
  • Abschließend wird noch darauf hingewiesen, dass eine private Unterbringung OHNE Anmeldung beim BAMF bzw. Registrierung bei der Ausländerbehörde zwar aufgrund aktuell wegen des Ukraine-Krieges geänderter Gesetzesregelungen möglich ist, allerdings können die so Untergebrachten keine Ansprüche geltend machen. Zudem müssen Personen, die eine unangemeldete Unterbringung ermöglichen, diese auch grundsätzlich selbst organisieren. Wenn diese private Organisation zu einem Zeitpunkt nicht mehr leistbar ist, greift zwar grundsätzlich wieder der Weg der geordneten Unterbringung über das BAMF. Allerdings stellt eine solche überraschende Unterbringungsanfrage (zusätzlich zu den zahlreichen geordneten Verfahren) eine sehr große Herausforderung für die Kommunen dar. So ist bei den ohnehin knappen Unterbringungskapazitäten ein gewisser Vorlauf nötig, um die Unterbringung zu organisieren. Es kann auch nicht garantiert werden, dass die weitere Unterbringung in der gleichen Kommune möglich ist.

 

Sachspenden
Die Stadt Itzehoe selbst kann keine Sachspenden entgegennehmen. Unter ukrainehilfe(at)itzehoe.de können Itzehoerinnen und Itzehoer angeben, was sie gerne abgeben möchten. Sobald feststeht, was konkret gebraucht wird, leitet die Verwaltung das Hilfsangebot mit dem Kontakt an die Initiativen weiter, die Transporte in Richtung Ukraine organisieren. Gegebenenfalls werden die Sachspenden auch erst hier vor Ort benötigt, wenn Flüchtlinge in Itzehoe ankommen.

 

Geldspenden
Da die Stadt Itzehoe keine Geldspenden entgegennehmen kann, sei an dieser Stelle auf die großen etablierten Hilfsnetzwerke verwiesen. Wer Geld spenden möchte, kann dies zum Beispiel über das Bündnis „Aktion Deutschland hilft“ oder über das „Bündnis Entwicklung hilft“ tun.

 

Mehrsprachiges Hilfe-Portal der Bundesregierung
Als offizielles, staatliches und themenübergreifendes Angebot werden unter www.germany4ukraine.de Informationen zu Unterkunft, Basisthemen sowie medizinischer Versorgung in Deutschland gebündelt. Die Informationen und Leistungen sind mehrsprachig auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

 

Informationen des Landes Schleswig-Holstein
Das Innenministerium in Kiel hat die Internetseite www.schleswig-holstein.de/ukraine eingerichtet. Dort werden beispielsweise Fragen dazu beantwortet, welche Regelungen für die Einreise aus der Ukraine nach Deutschland gelten. Darüber hinaus gibt es dort auch Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten. Die Seite wird fortlaufend erweitert und aktualisiert.

 

Informationen des Kreises Steinburg
Auch der Kreis Steinburg hat eine Informationsseite zur Ukraine-Krise mit Hinweisen zur Situation von Geflüchteten aus der Ukraine und Unterstützungsmöglichkeiten zusammengestellt.