Wohnbauliche Entwicklung in Pünstorf

Die Stadt Itzehoe steht vor der Aufgabe, Baulücken und Brachflächen im Stadtgebiet im Hinblick auf eine mögliche Entwicklung von Wohnraum zu prüfen.

Als ein möglicher Standort zur Entwicklung von Wohnraum wird die an Viertkoppel und Haidkoppel angrenzende Fläche in Betracht gezogen, auf der sich bis 2013 die Kleingartenanlage Pünstorf befand.

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen zum Thema zusammengefasst. Diese Übersicht wird von uns laufend aktualisiert.

Fragen und Antworten

Sie finden das Gebiet auf dem oben abgebildeten Plan. Die Fläche ist 1,58 ha groß und liegt östlich von Haidkoppel und Viertkoppel. Südlich liegt der Schulsportplatz der Ernst-Moritz-Arndt-Schule. Im Norden und Osten wird die Fläche von Wald begrenzt. Bis 2013 lag hier die Kleingartenanlage Pünstorf.

In Itzehoe besteht ein Bedarf an Wohnraum. Deswegen hat die Stadt eine Untersuchung über infrage kommende Flächen aufgestellt (Potenzialflächenanalyse in der Wohnbauentwicklung 2020). Darin wurden freie Flächen betrachtet, nach ihrer Eignung für Wohnbauentwicklung bewertet und in eine Rangfolge gebracht. Nicht jede Fläche ist für jede Art der Bebauung gleich gut geeignet. Die Fläche der ehemaligen Kleingartenanlage Pünstorf belegt in der Rangfolge der Flächen einen der vorderen Plätze, da es sich um eine städtische Fläche handelt, deren Vornutzung aufgegeben wurde.

Ziel der Planung ist eine nachhaltige Nachnutzung der Kleingartenanlage als Wohngebiet. Dabei bietet es sich an, passend zur umgebenden Bebauung, auf der Fläche Einfamilienhäuser zu errichten. Um Baurecht für bis zu 14 Baugrundstücke zu schaffen, soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. In diesem Prozess zur Aufstellung eines Bebauungsplans haben alle Bürgerinnen und Bürger, Fachbehörden und sonstige Träger öffentlicher Belange (z. B. Müllabfuhr, Post) die Möglichkeit, sich zum Plan zu äußern. Ökologisch wertvolle Strukturen sollen geschützt werden und Neubauten sich harmonisch in die Umgebung einfügen.
 

Im Bauleitplanverfahren wird geprüft, ob und wie Wohnbebauung auf der genannten Fläche realisiert werden kann. Dabei spielen die Belange des Naturschutzes eine große Rolle. Im Bauleitplanverfahren werden verschiedene Behörden wie die Untere Naturschutzbehörde, die Untere Forstbehörde und die Untere Wasser- und Bodenbehörde, aber auch Umweltverbände gebeten, Stellungnahmen zu dem Vorhaben einzubringen. Mit dem Aufstellen eines Bebauungsplanes ist üblicherweise auch eine Umweltprüfung verbunden. Hierbei werden alle Belange der Umwelt besonders betrachtet und geprüft. Sollte am Ende des Verfahrens nach Abwägung aller Ergebnisse ein Bebauungsplan aufgestellt werden, müssen entsprechende Ausgleichsflächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Natur, Boden und Landschaft festgelegt werden.
 

Zunächst soll im Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Itzehoe ein Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst werden. Die ursprünglich für den 16.02. angesetzte Sitzung entfällt coronabedingt. Der nächste Sitzungstermin ist der 23.03. Dieser Aufstellungsbeschluss bildet den Auftakt für das Planverfahren. In der Folge werden verschiedene Behörden um ihre Stellungnahmen zum Vorhaben gebeten. Außerdem werden fachkundige Untersuchungen der Fläche im Rahmen einer Umweltprüfung durchgeführt.

Wir möchten Sie einladen, schon frühzeitig Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen. Im offiziellen Bauleitplanverfahren haben Sie außerdem die Möglichkeit Stellungnahmen abzugeben. Gerne hätten wir bereits zu diesem Zeitpunkt eine gemeinsame Veranstaltung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern durchgeführt. Aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens müssen wir diese Zusammenkunft leider vorerst verschieben. Dem Austausch mit Ihnen soll das aber nicht im Wege stehen. Nutzen Sie gerne die unten angegebenen Kontaktmöglichkeiten.

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