Müller versteht Gelehrsamkeit als die Bedingung dafür, daß der Intellektuelle als Aufklärer in der absolutistisch regierten Klassengesellschaft für die allgemeine Entwicklung von Bildung und Öffentlichkeit einzutreten hat. Grundlage seiner universalen Gelehrsamkeit ist die lebenslang aufgebaute Bibliothek mit Büchern aus sämtlichen Wissensgebieten. In seinem Todesjahr 1828, als diese zur öffentlichen Versteigerung angeboten wird, umfaßt sie über 13.000 Titel und ist damit eine der größten Privatbibliotheken seiner Zeit. Sie bildet die Voraussetzung für seine Fähigkeit, sich im Briefwechsel mit Literaten, Verlegern und Gelehrten an der Diskussion über die zeitgenössisch aktuellen Themen in den Künsten, den Wissenschaften und der Politik kenntnisreich zu beteiligen. Und sie ist der Informationslieferant für seine schriftstellerischen Arbeiten.
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