Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2010 war geprägt von einem in dieser Größenordnung nicht vorhersehbaren Aufschwung der deutschen Wirtschaft. Mehrfach wurden Korrekturen des Wirtschaftswachstums nach oben vorgenommen. Auch die Arbeitslosenzahlen sanken entgegen den Prognosen am Jahresanfang. Und glaubt man den Aussagen des Einzelhandels, so ist das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr mehr als zufrieden stellend ausgefallen.
In Itzehoe ist dieser Trend auch erkennbar. Bereits der I. Nachtrag zum Haushalt 2010 zeigte Ansätze einer leichten Erholung. Aber bei unseren Einnahmen können wir noch nicht mit den Ergebnissen aus der Zeit vor der Wirtschafts- und Finanzkrise aufwarten. Die für unsere Stadt so wichtige Gewerbesteuer liegt weit unter dem Niveau der letzten drei Jahre. Und auch bei dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, der zweitgrößten Einnahmeposition, sieht es nicht viel besser aus.
Trotz dieser nicht unbedingt positiven Vorzeichen ist es der Selbstverwaltung und der Verwaltung gelungen, einen zukunftsorientierten Haushalt aufzustellen und besondere Akzente in der Haushaltspolitik zu setzen. So wird der bereits eingeschlagene Weg zum Umbau der Bildungslandschaft konsequent durch gezielte Investitionen fortgesetzt:
Die Erweiterung der Kaiser-Karl-Schule, der Baubeginn für den Neubau des naturwissenschaftlichen Gebäudeteils einschließlich einer Mensa an der Auguste-Viktoria-Schule und die Fassaden- und Fenstersanierung am Schulzentrum am Lehmwohld sind ein eindrucksvolles Zeugnis für den Willen der Selbstverwaltung, den Kindern und Jugendlichen der Kreisstadt gute Rahmenbedingungen in den Bildungseinrichtungen zu bieten. Und auch der Neubau einer Sporthalle für den Sportunterricht der Kinder an der Fehrs-Schule und an der Auguste-Viktoria-Schule sowie für die Sportvereine gehört zu den zukunftsträchtigen Investitionen. Herausragend ist auch die politische Entscheidung zum Bau eines Hauses der Jugend. Es werden insgesamt 2,5 Mio. Euro an Baukosten zur Verfügung gestellt. Und um der Sache Nachdruck zu verleihen, sollen im Haushaltsjahr 2011 bereits 500.000 Euro verbaut werden. Wichtig ist, dass die Standortfrage nun schnellstens endgültig entschieden wird.
Bedeutend für Itzehoe sind auch die Planungen für die Erneuerung der Fußgängerzone und der Südspange. Auch auf dem ehemaligen Alsen-Gelände geht es weiter. Mit der Ansiedlung eines Einrichtungshauses wird ein Meilenstein bei der Bebauung des Grundstücks gesetzt.
Leider konnte der Haushalt auch nicht ohne Einschnitte für die Bevölkerung aufgestellt werden. Gesetzliche Vorgaben zwingen die Stadt z. B., die Grundsteuern und auch die Hundesteuer zu erhöhen. Der schmerzhafte Weg der Haushaltskonsolidierung ist aber damit noch nicht zu Ende. Ziel für die Zukunft muss es sein, die Neuverschuldung zu begrenzen.
Nicht häufig genug kann man die Verdienste des Ehrenamtes um die Stadt Itzehoe hervorheben. Sei es in den verschiedenen Vereinen und Verbänden, Kirchen und Einrichtungen des sportlichen, kulturellen und sozialen Lebens sowie des Umweltschutzes aber auch der Wirtschaft beweisen ehrenamtlich Tätige ein hohes Maß an Bürgersinn und aktiver Bürgerunterstützung. Dieses Engagement für die Gesellschaft macht den Gemeinsinn aus, ohne den eine Kommune nicht mehr auskommen kann. Für diese Tätigkeit danken wir Ihnen aus vollem Herzen.
Allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt wünschen wir ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein friedliches Jahr 2011. Wir würden uns sehr freuen, Sie beim gemeinsamen Neujahrsempfang der Stadt Itzehoe und des Kreises Steinburg am 16. Januar 2011 im Ständesaal des Historischen Rathauses als Gäste begrüßen zu dürfen.
| Heinz Köhnke
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Dr. Andreas Koeppen |
| Bürgervorsteher |
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Bürgermeister |