Versunkene Städte, Nobelpreisträger, Luxusjachten, Kistendörfer, jahrhundertealte Seilfähren und noch ältere Töpfe, gespickt mit allerlei Kirchen, Kuriositäten und Klönsnack - das ist unsere Reise auf der Stör. Mit dem alten Zollkreuzer "Rigmor" aus dem Jahre 1853 (und dem damit ältesten fahrtüchtigen Segelschiff Deutschlands) geht es von der Mündung bis in die Kreisstadt.
Bei strahlendem Sonnenschein legen wir ab vom Kai der Peterswerft in Wewelsfleth, wo heute Luxusjachten für die Superreichen gebaut werden. Ein Blick zurück zeigt ein Bollwerk der Neuzeit, das Störsperrwerk. Irgendwo dazwischen ruht in den Fluten des Flusses das versunkene Ivenfleth. Nicht zu vergessen natürlich die ehemalige Wirkungsstätte von Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass, das Wewelsflether Döblin-Haus sowie die Kirche. Die "Rigmor" bringt uns flussaufwärts weiter nach Borsfleth zu einem der letzten verbliebenen "Krämer", einem "Tante-Emma-Laden", wo es neben Brötchen auch noch richtigen "Klönsnack" gibt, nach Uhrendorf, wo wir einen echten "Deichgrafen", oder besser gesagt, den "Oberdeichgrafen" treffen, bis nach Neuenkirchen, einem sogenannten "Kistendorf".
Nach diesen Stationen gelangen wir schließlich nach Beidenfleth, wo seit Jahrhunderten eine Seilfähre die Stör kreuzt. Die "Else" ist heute die letzte verbliebene ihrer Art. Hinzu kommen Windmühle, Kirche samt Kirchhof und natürlich das historische Fährhaus. In Hodorf erfahren wir schließlich, wer wann wie die Marsch ursprünglich besiedelt hat und entdecken uralte Funde.
Nach Kasenort mit seiner pittoresken Schleuse, die den Weg ins Hinterland öffnet, und Stördorf mit dem einst stattlichen "Kreuzhaus", gelangen wir schließlich nach Heiligenstedten. Neben dem Schloss bietet auch die älteste Kirche Holsteins viele Geschichten. Unter anderem die Sage, ein Kind sei hier einst lebendig der Sturmflut geopfert worden - der "Schimmelreiter" lässt grüßen. Zielhafen ist schließlich die Kreisstadt Itzehoe mit ihrem alten Hafen, der auch heute noch von großer und sogar wieder steigender Bedeutung für die gesamte Region ist.
Pünktlich zum kommenden Störschipperfest am 24. Mai erscheint dieses neue Filmwerk mit Geschichten rund um die Stör. Weitere Informationen unter
www.stoerfilm.de