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Ausstellungseröffnung "Kinderwelten"
"Am diesjährigen internationalen Frauentag wollen wir uns mit den `kleinen Frauen´ beschäftigen - den Mädchen – besonders mit denen in Lateinamerika, Asien und Afrika." So begrüßte Karin Lewandowski, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Itzehoe, auch im Namen der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen und der DGB-Frauen die Gäste, die zur Ausstellungseröffnung "Kinderwelten" in der Stadtbibliothek am 8. März 2007 erschienen waren.

Die "kleinen Männer und Frauen" des Chores der Grundschule Sude-West boten den bunten musikalischen Rahmen dieser Veranstaltung. Im Zentrum der Veranstaltung stand der Vortrag von Dr. Anja Stuckert "Was macht Mädchen stark?"
Dr. Anja Stuckert und Karin Lewandowski
Dr. Anja Stuckert und Karin Lewandowski

Frau Dr. Stuckert, Genderreferentin bei Plan international, berichtete darüber, dass mehr als 1 Million Paten aus 17 Nationen sich für Plan international engagieren. Mehr als 80 Prozent der Spenden fließen in die Projekte von Gemeinden. Die kinderorientierte Gemeindeentwicklung stünde dabei im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass die Wünsche und Interessen berücksichtigt werden, dies garantiere auch den Erfolg der Projekte.

Die Lebenswelten und Bedürfnisse der Kinder aus Afrika, Asien und Lateinamerika spiegelten sich auch in den Bilder der Ausstellung. "Mädchen sind nicht nur als Kinder sondern auch speziell als Mädchen benachteiligt", so Dr. Stuckert in ihrem Vortrag. Genitalverstümmelung, Aufklärung zu HIV/Aids, Abtreibung von weiblichen Föten, Zwangsheirat und Mädchenbildung sind zentrale Themen von Plan international.
Mädchen werden aber nicht nur in ihrer Opferrolle gesehen, sondern eher mit ihren besonderen Fähigkeiten und Stärken gefördert. Mädchen sollen mit ihren Bedürfnissen gehört und wahrgenommen werden. Dazu betreibt Plan international zum Beispiel Zentren, in denen Mädchen aufgenommen und unterstützt werden. Was macht also Mädchen stark?
Frau Dr. Stuckert beantwortet diese Frage wie folgt: Mädchen müssen wahrgenommen, beteiligt und über ihre Rechte aufgeklärt werden. Dazu wurden von Plan international Video- und Radioprojekte entwickelt, in denen Kinder andere Kinder über ihre Rechte informieren. Besonders wichtig sei es aber auch, dass Männer und Frauen gemeinsam tätig würden, besonders die Männer müssten für die Sache der Mädchen gewonnen werden. Außerdem sei eine globale Vernetzung erforderlich um die Mädchenrechte weltweit zu stärken und ihre Einhaltung einzufordern.

Die Ausstellung Kinderwelten ist noch bis zum 30. April 2007 in der Stadtbibliothek zu sehen.
Schulklassen, die die Ausstellung besuchen möchten werden gebeten sich in der Stadtbibliothek (04821/68170) oder im Frauenbüro (04821/603362) anzumelden. Außerdem kann umfangreiches Video- und Informationsmaterial in digitaler Form angfordert werden.

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