Mit einer beachtenswerten Ausstellung und einer Vortragsveranstaltung ist das Itzehoer
Wenzel-Hablik-Museum in den 4. Hamburger Architektur-Sommer eingebunden.
Am 15. Juni kommt Gottfried Böhm, der Architekt des "theater itzehoe", in das
Wenzel-Hablik-Museum und wird über sein Werk berichten.
Julius Ehlers, der als
Stadtplaner damals für die Sanierung der Neustadt verantwortlich war, wird zu den
städtebaulichen Rahmenbedingungen Ergänzendes beitragen.
Bereits seit dem 25. Mai bis zum 14. Juni zeigt das Wenzel-Hablik-Museum die Ausstellung
"Fragen an die Phantasie" von Günter Günschel. Präsentiert werden neueste Arbeiten
Günschels aus den Jahren 2000 bis 2002. Der 75-jährige Professor Günschel aus Braunschweig
gastierte bereits 1999 mit der Ausstellung "Architektonische Denkspiele" im
Wenzel-Hablik-Museum.
Eine "architecture vivante" breite Günschel aus, sagte der Kieler Kunsthistoriker
Jens Martin Neumann während der Ausstellungseröffnung: "Alle statisch geometrischen
Gefüge zerbersten in freie organische Formen". Der "Architekturphilosoph" Günschel sprenge
jeden traditionellen Architekturbegriff - wie es zuvor unter anderen auch Wenzel Hablik getan
habe.
Der Itzehoer Architekt Uwe Ferdinand, Präsident der Architekten- und Ingenieurkammer
Schleswig-Holstein, zog in seinem Grußwort ebenfalls eine Verbindung zu Wenzel Hablik.
Der habe sich "in einer Zeit der Umwälzung und Not mit wenigen konkreten Bauaufgaben
gezeichneten Visionen und Träumen von einer neuen, gänzlich anderen Nachkriegswelt hingegeben.
Mit künstlerischen Mitteln sollte die Gesellschaft verändert werden, als Künstler, als
Propheten, die zeichneten statt mit Worten zu beeinflussen, sahen sich die Architekten."
In diesen Rahmen, so Ferdinand "gehören die Architekturphantasien von Günter Günschel."
Die Ausstellung "Fragen an die Phantasie" ist Dienstags bis Samstags von 14 bis 18 Uhr
geöffnet, Sonn- und Feiertags von 11 bis 18 Uhr.
Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, Restexemplare des Kataloges zu Günschels
erster Ausstellung im Wenzel-Hablik-Museum (Architektonische Denkspiele, 1999) sind ebenfalls
noch erhältlich.
(Text und Foto: Robert Hirse)