Die Gemeinden tragen zum dauerhaften Erhalt ihrer Umwelt und Heimat entscheidend bei.
Sie haben die Planungshoheit und damit die Möglichkeit, durch vorausschauende Planung
und begleitende Information staatliche Umweltpolitik umzusetzen.
Gesetze und Verordnungen lassen sich nur mit den betroffenen Menschen anwenden.
Auf der Gemeindeebene ist jeder einzelne Bürger direkt mitbeteiligt und kann zum
Schutz und zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen mitwirken.
Mit dem Wettbewerb "Umweltfreundliche Gemeinde" will der Schleswig-Holsteinische
Heimatbund, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Energiestiftung Schleswig-Holstein,
den Kommunen einen Anreiz für die Umsetzung vielfältiger Umweltaktivitäten bieten.
Neben den allgemeinen Informationen zur Umweltverwaltung und –planung und der Struktur
des Gemeindegebietes, wurden die konkreten Planungen und Maßnahmen zu verschiedenen
Naturschutzaspekten abgefragt.
Unter der Rubrik biologischer Naturschutz wurde z.B.
gezielt nach der Sicherung bzw. dem Erhalt von bestehenden, der Renaturierung von
beeinträchtigten sowie der Neuanlage und dem Verlust von Lebensräumen gefragt.
Unter Lebensräume sind hier in erster Linie Knicks Gewässer, Streuobstwiesen, Wälder,
Parkanlagen etc. zu verstehen.
Ein weiterer Aspekt des biologischen Naturschutzes ist
die Nutzung der kommunalen Flächen. Hierzu wurden u.a. abgefragt, ob ein
Extensivierungsprogramm erarbeitet worden ist, ob gemeindliche Flächen im Innenbereich
wie Grünanlagen und Parks naturnah gestaltet wurden, und welche Schutzgebiete/-objekte,
Kartierungen und Kataster es in der Gemeinde gibt.
Ein weiteres wesentliches Kriterium war der technische Umweltschutz.
Neben dem Thema
Wasser , unterschieden nach Trink-, Regen- und Abwasser, wurde u.a. nach Konzepten,
Initiativen bezüglich des Verkehrs, insbesondere auch nach dem Fahrradverkehr gefragt.
Die Energiewirtschaft, umweltfreundliche Maßnahmen im wirtschaftlich Bereich und die
Öffentlichkeitsarbeit bzw. Umweltinformationen sind darüber hinaus als bedeutende
Wettbewerbsbestandteile zu nennen.
An den vorstehend kurz skizzierten Wettbewerb haben sich insgesamt 32 Städte und
Gemeinden beteiligt. Die Stadt Itzehoe hat für die herausragende Förderung des
Fahrradverkehrs und die Reduzierung des motorisierten Verkehrs in innovativen
Wohnsiedlungen einen Sonderpreis erhalten.