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Evaluation der ersten Wochen |
Das Programm K und Q ist auf das Jahr 2002 begrenzt. Ein Mobiles Internetcafé wird aber
für eine längere Zeit genutzt. Nach Antragstellung, Bewilligung und Beschaffung blieben
noch wenige Wochen im Dezember, in denen das MIC in einem ersten Probelauf getestet
werden konnte.
An täglich 2 Stunden haben wir in den Einrichtungen in Wellenkamp und Edendorf mit
vielen Kindern und Jugendlichen das Internet erkundet. Auf diese Veranstaltungen wurde
mittels großer Plakate sowie Handzettel aufmerksam gemacht.
Ungefähr 100 Kinder- und Jugendliche haben in dieser Zeit teilgenommen, wobei viele
mehrfach kamen.
Die Teilnehmenden wurden mittels eines anonymen Befragungsbogens um eine Bewertung
gebeten. Weiterhin wurde mit einer Wandzeitung um Auskunft gebeten, wofür sie das
Internet nutzen würden. Während die erste Befragung anonym sein musste, da sie auch
Daten und persönliche Einschätzung erhob, sollte die Befragung mittels mehrtägig
ausgehängter Wandzeitung zum Nachdenken über die Möglichkeiten des Internets anregen.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Ergebnisse in Einzelfällen nicht ernst
gemeint sind. Im Großen und Ganzen entstand allerdings der Eindruck, dass die
Teilnehmenden sich der Beantwortung mit dem nötigen Ernst zugewendet haben.
Im Folgenden werden die Ergebnisse, die als Diagramme erarbeitet wurden, dargestellt.
Es wird deutlich, dass der Einstieg über die spielerischen und einfach kommunikativen
Inhalte geschieht. Die Nutzung der weitergehenden Möglichkeiten insbesondere für Schule,
Berufswahl und Ausbildung ist noch entwicklungsfähig.
Der Wunsch nach einem Internetkurs ist bei mehr als der Hälfte vorhanden. Auf Nachfrage
bei Einzelnen, wurde deutlich, das hier ein Kurs gewünscht ist, der auf die besonderen
Bedürfnisse der Jugendlichen im Internet zugeschnitten ist. Es darf also kein
allgemeingültiges Curriculum geben, vielmehr ist eine hohe Fachkompetenz der Kursleitung
gefragt. Gerade Spezialfragen der Jugendlichen, zum Beispiel zu Fragen nach
Netzwerkspielen aber auch für Programmierungen eigener Homepages müssen beantwortet
werden.
Die Nachfrage kam eindeutig aus dem Bereich der Hauptschule und der Grundschule.
Interessant war für uns der erste Eindruck, der entstand als die Jugendlichen sich an
die Laptops setzten. Mit großer Sicherheit wurde bei den meisten Jugendlichen die von
ihnen gewünschte Internetadresse eingegeben und oft auch sofort die Seite gefunden.
Dabei handelte es sich meistens um eine der vielen Chatseiten. In den ersten Tagen im
Wellenkamp war die Seite milka.de sehr populär, auf der ein virtueller Truck gefahren
werden konnte.
Nach längerer Beobachtung und in Gesprächen mit den Teilnehmenden wurde allerdings
deutlich, dass dieser eine, sehr schnell und kenntnisreich anmutende Weg in das WWW oft
der einzige war, den sie kannten. Auf unsere Frage, ob ihre Schule oder ihr Verein eine
Homepage hätte, konnte oft keine Antwort gegeben werden. Wenn dann die Schule oder der
Verein gesucht wurde und als Ergebnis die Jugendlichen ein Mannschaftsfoto fanden, auf
dem sie abgebildet waren, wurde die Verblüffung über die Möglichkeiten, aber auch
Hintergründe des Mediums offenkundig.
Bei den GrundschülerInnen, die großteils aus Migrantenfamilien stammten, waren zu dem
erheblich Rechtschreibprobleme feststellbar, die sich vor allem daran manifestierten,
dass die gewünschte Seite nicht aufgerufen werden konnte, da die Suchmaschine z.B. den
Begriff "brittne spirs" nicht kannte.
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Hier finden Sie die Diagramme, die die Ergebnisse der Befragungen darstellen
Hier finden Sie weitere Ergebnisse der Befragungen in den ersten Wochen
Hier steht die komplette Dokumentation im *.pdf-Format zur Verfügung
Eine in Rubriken katalogisierte Auswahl von Links aus der Region
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